In Punkto Holzbehandlung im Aussenbereich gibt es einige Dinge die man beachten sollte bezüglich des Vergrauens und der Farbänderung von Terrassenholz, hervorgerufen durch die natürlich Bewitterung. Im folgenden Text finden sie wichtige Informationen zur Behandlung von Hölzern in Bodennähe.

 

  1. Möbel-ähnliche Holzoberflächen sind nur realisierbar bei/mit
    • masshaltiges Hölzern
    • definierte Abtropfkanten (keine waagrechten Flächen)
    • kein erdkontakt
    • ausreichende Hinterlüftung (Rückseite/Innenseite auch grundiert)
    • Behandlung mit einer (fast) UV-undurchläassigen Dickschicht-Lasur von genügend Schicht-STärke (> 100?).
  2. Annähernd Möbel-ähnliche Holzoberflächen sind realisierbar bei/mit
    • qualitativ recht guten Hölzern (keine Äste(Knäste, Risse usw.)
    • definierte Abtropfkanten (keine waagerechten Flächen)
    • kein Erdkontakt
    • ausreichende Hinterlüftung (Rückseite/Innenseite auch grundiert)
    • Behandlung mit einer (fast) UV-undurchlässigen Dünnschicht-Lasur von genügender Schicht-Stärke (>30? + stärker farbig).

  3. Oberflächenwasser abweisende Holzkonstruktionen
    benötigen lediglich ein gutes Einlassen mit einem chemisch/physikalisch widerstandsfähigen trocknenden Öl.
    • Eine Schicht bildet sich hier nicht. Es kann zu keinem Glanz kommen.
    • Ein Vergrauen der oberen Holzoberfläche durch Wasser und UV-Strahlung wird akzeptiert (siehe Mahagonisdecks bei Segelschiffen!)

 

Vergrauung von Holzoberflächen


Vergrauung von Holzoberflächen entsteht durch die Kombination von Wasser und UV-Strahlung.
Fangen wir einmal mit dem Wasser an:

  1. Es kommt von Aussen durch zu stark atmungsaktive Anstrich-Schichten.
    • Der Anstrich ist zu atmungsaktiv durch zu hohe Füllstoff-Konzentration (Füllstoffe satt, da billig).
    • Der Anstrich (Trockenfilm!!!) ist zu dünn, da
      • zu hochviskos (dickflüssig)
      • zu stark verdünnt
      • zu ungleichmässig gestrichen (die besonders aufsaugenden Holzteile werden nicht extra „bedient“)
      • es werden Anstriche gespart (2x Streichen = einmal hin und einmal her).
  2. Es penetriert durch die Schicht
    • Risse im Anstrichfilm
      • Anstrichmittel zu hart (zu „kurzölig“) von Anfang an
      • Anstrichmittel durch Alter und UV-Schädigung verhärtet.
    • Risse im Holz
      • ungenügend abgelagertes Holz
      • laufendes Quellen und Austrocknen des Holzes durch fehlerhafte Konstruktion.
    • Löcher im Anstrichfilm
      • Anstrichmittel zu weich (Kavitäten-Bildung durch Bewitterung bei zu hohem Ölgehalt!!!)
        Sehr eindrucksvoll unter einem Stereo-Mikroskop zu beobachten.
  3. Wasser kommt von „hinten/unten“.
    • fehlende Hinterlüftung
    • Erdkontakt
    • fehlerhafte Konstruktion

Farbtonänderung des Holzes durch UV-Strahlung

 

  1. UV-Strahlung allein verändert den Farbton des Holzes, aber vergraut nicht!
    Beispiel: Unpigmentierter Bootslack an gepflegten Segelbooten. Jedoch gilt dieses nicht bei auch nur kleinstem Wassereinbruch!!! Für Sie also illusorisch.

  2. UV-Strahlung lässt sich nur durch voll-deckenden Anstrich fernhalten (Weisslack deckend) oder bei Lasuren durch spezifischen UV-Schutz (im sichtbaren Lichtbereich möglichst durchsichtig (lasierend), im UV-Bereich möglichst abdunkelnd (für Menschen unsichtbar, für Bienen nicht) mit genügender Schicht-Stärke. Die UV-Duchlässigkeit ist umgekehrt proportional zum Quadrat der Schichtstärke.
    Beispiel: Zwei Schichten mit je 10% Durchlässigkeit ergeben 10% x 10% = 1%!!!!!


Jetzt zur Praxis:

Hölzer in Bodennähe, waagerecht ohne Abtropfkanten, unbelüftete Hohlräume mit Tropfsteinhöhlen-Charakter, ungestrichene Rückseiten sind nicht auf Möbel-Niveau zu bringen.
Ohne schichtbildende Anstrichmittel lässt sich kein UV-Schutz realisieren.
Es gibt auch keinen Präservativ (Lümmeltüte) ohne eine notwendige Schicht-Stärke.
Bindemittelschichten (Schichten, nicht was im Holz verschwindet) ohne Mattierungsmittel glänzen grundsätzlich.
Ein Einlass-Öl ist keine Dickschicht-Lasur.
Ein Vergrauen ist in diesem Fall unausweichlich.

Selbst wenn Sie die Hölzer mit Weisslack streichen würden (reine Theorie) und somit keine UV-Probleme mehr hätten, würde sich der Lackfilm durch den Dampfdruck von unten blasenförmig ablösen.
Also, vergrauen lassen und 1x im Jahr nachölen!

 

 

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